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Pescarolo-Neuanfang: Vor der Rückkehr an die Sarthe Drucken E-Mail
Geschrieben von Maximilian Graf   
Montag, 24. Januar 2011

0124_pescarolo_comeback.jpgDie Weichen für das Comeback sind gestellt: Pescarolo Sport hat den Weg aus der Krise gemeistert und greift diese Saison wieder ins Geschehen ein. Emmanuel Collard und Christophe Tinseau wurden als Fahrer für das LMS-Engagement benannt, eine Nennung für Le Mans wurde eingereicht.

Der Scherbenhaufen ist weitgehend beseitigt und die Wiederbelebung geglückt. Pescarolo Sport ist zurück im Geschäft. Nachdem die Equipe rund um Le-Mans-Legende Henri Pescarolo im letzten Jahr ein Insolvenzverfahren einleiten musste, wagt die Traditionsmannschaft heuer einen Neuanfang. Mittlerweile wurde auch das Programm und der Fahrerkader für die Rückkehr in die Sportwagenszene kontuiert.

Pescarolo hat erwartungsgemäß eine Nennung für die 24 Stunden von Le Mans eingereicht und plant darüber hinaus eine Teilnahme an allen Wertungsläufen der Le Mans Series. Als Einsatzfahrzeug fungiert der altgediente Pescarolo-Judd mit einem 5,5-Liter-V10-Aggregat, das Emmanuel Collard und Christophe Tinseau bändigen sollen. Der potenzielle dritte Platz im Cockpit – für den Auftritt an der Sarthe – ist bis dato vakant.

„Wir haben die Chance, die uns der ACO eröffnet hat, den Judd V10 ein weiteres Jahr einzusetzen, sofort ergriffen“, schildert Teamchef Pescarolo in einer Presseaussendung. „Der Pescarolo-Judd in seiner 2010-Modifikation ist nie in der LMP1-Kategorie gestartet, er konnte nie sein Potenzial beweisen. Wir sind zuversichtlich, dass der Wagen in 2011 konkurrenzfähig sein wird. Die Wahl der Fahrer demonstriert unsere Ambitionen: die Le Mans Series gewinnen und ein gutes Ergebnis bei den 24 Stunden erzielen.“

Obgleich sich Collard die letzten zwei Jahre im GT-Bereich in Diensten von Porsche und Corvette betätigte, kann der Franzose für die hoch gesteckten Ziele adäquate Referenzen vorweisen. Schließlich spulte der Sportwagen-Pilot bereits etliche Kilometer am Steuer des Pescarolo-Boliden und anderen Prototypen ab. „Ich bin wirklich glücklich, wieder in einem Prototyp fahren zu dürfen, insbesondere wieder mit Henris Team“, strahlt Collard.

Auch sein neuer Arbeitskollege Tinseau zeigt sich euphorisch: „Es ist eine Rückkehr, die ich erhofft und geduldig erwartet habe. Ich freue mich ebenso, wieder Teil des Teams zu sein, mit dem ich bereits viele Erfolge gefeiert habe. Den Pescarolo-Judd mit Manu Collard zu teilen, ist ein aufregendes Projekt.“ Tinseau saß unter anderem beim letzten Start des französischen Gespann in Okayama am Volant des Pescarolo-Renners. Zuvor gewann Pescarolo Sport in der Le Mans Series insgesamt acht Rennen und holte zwei Titel.

 
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