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Erstmals, seitdem die
FIA-GT-Meisterschaft im Spiel ist, starten keine GT1-Boliden bei den
24 Stunden von Spa-Francorchamps. Dennoch kommt ein 42-Wagen-Feld in vier Kategorien bei
dem Ardennen-Klassiker zusammen – Porsche und Ferrari in der
Favoritenrolle.
Nach der Präsentation der GT1-WM
vor gut einem Jahr stand fest, dass die neuen GT1-Rennwagen nicht
mehr beim Langstreckenklassiker in den Ardennen teilnehmen werden.
Stattdessen rücken die GT2-Boliden zur Topkategorie auf und
fahren um den FIA GT2 European Cup. Das Feld wird mit Fahrzeugen aus
der GT3- und GT4-Klasse aufgefüllt. So kommt die 2010er Ausgabe
des erstmals 1924 ausgetragenen Rennens auf ein beachtliches Feld von
42 Startern.
Erstmals seit 2001, als das Rennen in
den Kalender der FIA GT aufgenommen wurde, sind die Boliden aus der
GT1 nicht startberechtigt. Auf dem Papier sind somit die
Protagonisten aus der GT2-Kategorie die heißesten Anwärter
auf den Gesamtsieg
Acht Wagen, davon zwei Ferrari und
sechs Porsche, werden das Rennen um den GT2 European Cup aufnehmen.
Auf Ferrari-Seite spannt das Team AF Corse mit dem Seriensieger
Vitaphone zusammen. Einer der beiden italienischen Sportwagen ist mit
Gianmaria Bruni, Bert Longin, Eric van de Poele und Toni Vilander
absolut siegfähig besetzt.
Das Porsche-Kontingent setzt sich aus
je zwei Wagen von ProSpeed und und IMSA Performance sowie je einem
Wagen von Trackspeed und BMS Scuderia zusammen. Die Favoritenrolle im
Porsche-Lager fällt auf die ProSpeed-Besatzung mit der
Startnummer 13 mit Richard Westbrook, Marco Holzer, Marc Lieb und
Marc Goossens und den BMS Scuderia-Porsche mit Romain Dumas, Jörg
Bergmeister, Martin Ragginger und Wolf Henzler. Der IMSA-Porsche #16
mit Raymond Narac, Patrick Long, Patrick Pilet und Richard Lietz ist
ebenfalls hinreichend stark besetzt.
Auch BMW Motorsport bringt zwei Wagen
aus der GT2 Kategorie an den Start. Aufgrund der fehlenden
FIA-Homologation starten die beiden M3 aber in der Klasse GT
National. Die Gesamtsieger des 24-Stunden-Rennens auf der
Nordschleife untermauern ihre Siegesambitionen mit den
Fahrerbesetzungen Pedro Lamy, Uwe Alzen und Jörg Müller im
ersten Auto und Dirk Werner, Dirk Adorf und Dirk Müller.
Neben diversen Cup-Porsche-Boliden und
einem Ferrari starten in der GTN mit einem Ford Mustang und einem
Mosler auch zwei Exoten. Während der Mustang aus der Belcar mit
betuchten Amateuren besetzt ist, konnte Gravity International auf dem
Mosler neben dem Belgier Vincent Radermecker den ex-Formel-1-Piloten
Romain Grosjean verpflichten.
Das größte
Starterkontingent bietet die GT3-Klasse. Hier gehen 22 Wagen von
sechs unterschiedlichen Herstellern in das Rennen. Ganze sieben
Starter kommen aus dem Audi-Lager. Je zwei Wagen kommen von Phönix
und United Autosports. Die aus der Belcar stammende WRT-Mannschaft
bringt gar drei R8 LMS an den Start.
2009 hat Phönix mit dem dritten
Rang bereits gezeigt, dass mit dem GT3-Audi zu rechnen ist. Bei der
diesjährigen Ausgabe will man Ernst machen und hat die beiden
Wagen stark besetzt. Ein Steuer teilen sich Anthony Kumpen, Marcel
Fässler, Lucas Luhr und Mike Rockenfeller. Der andere Wagen ist
mit Alexandros Margaritis, Marc Hennerici, Andrea Piccini und Henri
Moser ebenfalls stark besetzt.
WRT setzt bei den Besatzungen auf eine
Mischung aus Audi-Spezialisten und Fahrern mit Spa-Erfahrung. Die
Werksfahrer Frank Biela und Frank Stippler konnten dem Team bei den
Testfahrten bereits wertvolle Tipps geben. United Autosports hat die
beiden Cockpits aus der GT3-EM mit alten Haudegen aus der Formel 1
aufgefüllt. In den blau-rot-weißen Audi-Rennern geben sich
Eddie Cheever, Mark Blundell und Stefan Johansson die Ehre.
Porsche konzentriert seine
Werksaktivitäten dagegen auf die GT2-Einsatzteams. So sind die
vier GT3R – je zwei von ProSpeed und Mühlner Motorsport –
mit Kundenpiloten besetzt.
Ebenfalls vier Wagen kommen von
Lamborghini. Reiter Engineering und Argo Racing bringen je einen
Gallardo in die Ardennen. Das Gulf Team First kommt mit zwei
wunderschönen LP560-4. Der Lambo hat seine Qualitäten auf
der Ardennen-Achterbahn schon bewiesen. Reiter gewann mit Kox und
Hayek den Wertungslauf zur britischen GT-Meisterschaft in Spa, und
Argo Racing konnte bereits zweimal die schnellste Trainingszeit in
der Belcar vorlegen. Bei Argo sind allerdings bislang noch keine
Piloten fixiert. Lediglich Kenneth Heyer wird als Fahrer gehandelt.
Je zwei Aston Martin und BMW Alpina B6
sowie drei Ford GT runden das GT3-Feld ab. Marc VDS Racing hätte
gerne die beiden Multimatic-Ford Mustangs an den Start gebracht. Nach
den ständigen Querelen um die Homologation der US-Sportler
wurden diese aber bereits Anfang Juli zurück nach Kanada
geschickt, um die Unstimmigkeiten zu beseitigen. Kurzfristig konnte
Matech zwei Ford GT als Ersatz zur Verfügung stellen. Die beiden
GT-Flitzer sind mit Eric de Doncker, Renaud Kuppens und Markus
Palttala sowie Bas Leinders und Maxime Martin und Marc Duez recht
solide besetzt. Sport Garage bringt wie im Vorjahr zwei BMW Alpina B6
mit rein französischen Besatzungen. BRS Aston Martin setzt mit
einem der beiden DBRS9 die Tradition der Art-Cars fort.
Zum guten Schluss sei die GT4-Klasse
genannt. Hier kämpfen zwei Speedlover-Porsche gegen einen
RJN-Nissan und einen Aston Martin V8 Vantage aus dem Hause Jota
Sport.
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