Sonntag, 05. September 2010 | 12:36 Uhr


24 Stunden von Spa: Klassiker in neuem Gewand Drucken E-Mail
Geschrieben von Ralf Kieven   
Mittwoch, 28. Juli 2010

0728_spa24_vorschau1.jpgErstmals, seitdem die FIA-GT-Meisterschaft im Spiel ist, starten keine GT1-Boliden bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps. Dennoch kommt ein 42-Wagen-Feld in vier Kategorien bei dem Ardennen-Klassiker zusammen – Porsche und Ferrari in der Favoritenrolle.

Nach der Präsentation der GT1-WM vor gut einem Jahr stand fest, dass die neuen GT1-Rennwagen nicht mehr beim Langstreckenklassiker in den Ardennen teilnehmen werden. Stattdessen rücken die GT2-Boliden zur Topkategorie auf und fahren um den FIA GT2 European Cup. Das Feld wird mit Fahrzeugen aus der GT3- und GT4-Klasse aufgefüllt. So kommt die 2010er Ausgabe des erstmals 1924 ausgetragenen Rennens auf ein beachtliches Feld von 42 Startern.

Erstmals seit 2001, als das Rennen in den Kalender der FIA GT aufgenommen wurde, sind die Boliden aus der GT1 nicht startberechtigt. Auf dem Papier sind somit die Protagonisten aus der GT2-Kategorie die heißesten Anwärter auf den Gesamtsieg

Acht Wagen, davon zwei Ferrari und sechs Porsche, werden das Rennen um den GT2 European Cup aufnehmen. Auf Ferrari-Seite spannt das Team AF Corse mit dem Seriensieger Vitaphone zusammen. Einer der beiden italienischen Sportwagen ist mit Gianmaria Bruni, Bert Longin, Eric van de Poele und Toni Vilander absolut siegfähig besetzt.

Das Porsche-Kontingent setzt sich aus je zwei Wagen von ProSpeed und und IMSA Performance sowie je einem Wagen von Trackspeed und BMS Scuderia zusammen. Die Favoritenrolle im Porsche-Lager fällt auf die ProSpeed-Besatzung mit der Startnummer 13 mit Richard Westbrook, Marco Holzer, Marc Lieb und Marc Goossens und den BMS Scuderia-Porsche mit Romain Dumas, Jörg Bergmeister, Martin Ragginger und Wolf Henzler. Der IMSA-Porsche #16 mit Raymond Narac, Patrick Long, Patrick Pilet und Richard Lietz ist ebenfalls hinreichend stark besetzt.

0728_spa24_vorschau2.jpgAuch BMW Motorsport bringt zwei Wagen aus der GT2 Kategorie an den Start. Aufgrund der fehlenden FIA-Homologation starten die beiden M3 aber in der Klasse GT National. Die Gesamtsieger des 24-Stunden-Rennens auf der Nordschleife untermauern ihre Siegesambitionen mit den Fahrerbesetzungen Pedro Lamy, Uwe Alzen und Jörg Müller im ersten Auto und Dirk Werner, Dirk Adorf und Dirk Müller.

Neben diversen Cup-Porsche-Boliden und einem Ferrari starten in der GTN mit einem Ford Mustang und einem Mosler auch zwei Exoten. Während der Mustang aus der Belcar mit betuchten Amateuren besetzt ist, konnte Gravity International auf dem Mosler neben dem Belgier Vincent Radermecker den ex-Formel-1-Piloten Romain Grosjean verpflichten.

Das größte Starterkontingent bietet die GT3-Klasse. Hier gehen 22 Wagen von sechs unterschiedlichen Herstellern in das Rennen. Ganze sieben Starter kommen aus dem Audi-Lager. Je zwei Wagen kommen von Phönix und United Autosports. Die aus der Belcar stammende WRT-Mannschaft bringt gar drei R8 LMS an den Start.

0728_spa24_vorschau3.jpg2009 hat Phönix mit dem dritten Rang bereits gezeigt, dass mit dem GT3-Audi zu rechnen ist. Bei der diesjährigen Ausgabe will man Ernst machen und hat die beiden Wagen stark besetzt. Ein Steuer teilen sich Anthony Kumpen, Marcel Fässler, Lucas Luhr und Mike Rockenfeller. Der andere Wagen ist mit Alexandros Margaritis, Marc Hennerici, Andrea Piccini und Henri Moser ebenfalls stark besetzt.

WRT setzt bei den Besatzungen auf eine Mischung aus Audi-Spezialisten und Fahrern mit Spa-Erfahrung. Die Werksfahrer Frank Biela und Frank Stippler konnten dem Team bei den Testfahrten bereits wertvolle Tipps geben. United Autosports hat die beiden Cockpits aus der GT3-EM mit alten Haudegen aus der Formel 1 aufgefüllt. In den blau-rot-weißen Audi-Rennern geben sich Eddie Cheever, Mark Blundell und Stefan Johansson die Ehre.

Porsche konzentriert seine Werksaktivitäten dagegen auf die GT2-Einsatzteams. So sind die vier GT3R – je zwei von ProSpeed und Mühlner Motorsport – mit Kundenpiloten besetzt.

Ebenfalls vier Wagen kommen von Lamborghini. Reiter Engineering und Argo Racing bringen je einen Gallardo in die Ardennen. Das Gulf Team First kommt mit zwei wunderschönen LP560-4. Der Lambo hat seine Qualitäten auf der Ardennen-Achterbahn schon bewiesen. Reiter gewann mit Kox und Hayek den Wertungslauf zur britischen GT-Meisterschaft in Spa, und Argo Racing konnte bereits zweimal die schnellste Trainingszeit in der Belcar vorlegen. Bei Argo sind allerdings bislang noch keine Piloten fixiert. Lediglich Kenneth Heyer wird als Fahrer gehandelt.

0728_spa24_vorschau4.jpgJe zwei Aston Martin und BMW Alpina B6 sowie drei Ford GT runden das GT3-Feld ab. Marc VDS Racing hätte gerne die beiden Multimatic-Ford Mustangs an den Start gebracht. Nach den ständigen Querelen um die Homologation der US-Sportler wurden diese aber bereits Anfang Juli zurück nach Kanada geschickt, um die Unstimmigkeiten zu beseitigen. Kurzfristig konnte Matech zwei Ford GT als Ersatz zur Verfügung stellen. Die beiden GT-Flitzer sind mit Eric de Doncker, Renaud Kuppens und Markus Palttala sowie Bas Leinders und Maxime Martin und Marc Duez recht solide besetzt. Sport Garage bringt wie im Vorjahr zwei BMW Alpina B6 mit rein französischen Besatzungen. BRS Aston Martin setzt mit einem der beiden DBRS9 die Tradition der Art-Cars fort.

Zum guten Schluss sei die GT4-Klasse genannt. Hier kämpfen zwei Speedlover-Porsche gegen einen RJN-Nissan und einen Aston Martin V8 Vantage aus dem Hause Jota Sport.

 
< Zurück   Weiter >

Anzeige
Advertisement
Menü
Home
Fotostrecken
Schlagzeilen
Terminkalender
Ergebnisse
Downloadbereich
Neueste Fotostrecke
Aston Martin auch am Sonntag stark
0829_gt1_rennen2_thumb.jpgTurner / Enge im Young Driver Aston Martin krönen ihr Wochenende mit einem überlegenen Start-Ziel Sieg im Meisterschaftsrennen. In der Gesamtwertung rücken die Beiden nun auf den dritten Platz vor. Wärend Thomas Mutsch punktelos blieb, bauten Bartel / Bertolini mit 8 Punkten die Führung in der Tabelle aus.
 
Im Überblick
Anstehende Termine
Kalender
Umfrage
Grafs umstrittenes Manöver im Lime Rock Park: Agierte der Porsche-Pilot zu forsch oder war alles im akzeptablen Rahmen?
 
Weitere Angebote
RSS FeedTwitterFacebook
Häufigste Downloads
Best of ... 24-Stund... 315
Le Mans 2009 - 1680 134
Best of ... 24-Stund... 108
Le Mans 2009 - 1280 75



Le Mans | LMS | ALMS | Asian LMS | GT1-WM | GT3/GT4 | Nordschleife | GT Int. | Prototypen | National
Kontakt
| Impressum Leserbriefe

© SportsCar-Info 2008-2010
Joomla! is Free Software released under the GNU/GPL License. - Design by SportsCar-Info.de
Design by SportsCar-Info.de Design by SportsCar-Info.de