Zwischenstand in Südafrika: Der
erste Shakedown liegt vor den LMP2-Coupés aus der Schmiede von
Bailey Edwards Cars. Derzeit wird allerdings noch an der Aerodynamik
gefeilt. Bereits im kommenden Jahr ist der Einsatz von zwei Boliden
vorgesehen – möglicherweise mit BMW-Motor.
Das südafrikanische
Le-Mans-Projekt von Bailey Edwards Cars nimmt allmählich
Konturen an. Zuletzt war Projektleiter Greg Bailey im Juni beim
Klassiker an der Sarthe vor Ort um die Modalitäten für ein
baldiges Engagement in der neuen LMP2-Division zu prüfen und
lauschte deshalb aufmerksam bei der Pressekonferenz des Automobil
Club de l'Ouest.
Seinen Einstand möchte der
südafrikanische Konstrukteur schon in der kommenden Saison
geben. Der Einsatz zwei der in Eigenregie produzierten Prototypen
soll in der Le Mans Series sowie beim Saisonhöhepunkt, den 24
Stunden von Le Mans, erfolgen. „Ich hoffe, dass das Auto im Oktober
seinen ersten Shakedown absolvieren kann“, bestätigte Edwards
gegenüber „Endurance-Info“ in Le Mans. „Im Idealfall
werden wir zwei Boliden in der Le Mans Series und bei den 24 Stunden
von Le Mans einsetzen. Aber die Zeit wird knapp, und wir müssen
auch das ACO-Selektionskomitee von uns überzeugen.“
Mittlerweile ist die
Vorbereitungsphase, während jener Gary Formato als Testpilot
fungiert, weit voran geschritten. Zurzeit laufen die
Entwicklungsarbeiten an der Aerodynamik. Indes wurden ein
Ricardo-Getriebe und AP-Bremsen verbaut, die im Oktober einem
Shakedown unterzogen werden. Anschließend plant BEC einen
Probeeinsatz in der südafrikanischen Meisterschaft, bis dahin
sollte dann auch die Motorenfrage geklärt sein, die aktuell noch
aussteht. „Die Motorenwahl ist bislang noch nicht abgeschlossen,
aber ein BMW M3 ist möglich“, äußert sich Edwards
diesbezüglich.
Ebenso können gegenwärtig
noch keine genauen Angaben zu der Preisvorstellung gemacht
werden.„Der Preis des Autos bis dato noch nicht fix, aber wir
schätzen, dass sich dieser auf einen Preis von rund 200.000 Euro
belaufen wird. Es handelt sich hierbei um ein Projekt, dass zu 100
Prozent südafrikanisch ist, und unser Ziel ist es, Fahrzeuge zu
verkaufen“, betont der BEC-Kopf.
Auch am anderen Ende der Welt herrscht zur Zeit im Motorsport Winterpause. Porsche Pilot David Wall konnte kürzlich seinen zweiten Titel der Australian GT in Folge einfahren. Die neue Saison startet wieder Ende März. Brett Allen war für SportsCar-Info bei einigen Läufen vor Ort und zeigt nun sein Down Under Best Of 2011.